Boka En, BA MSc

(aktualisiert am 11.11.2020)

Institut für Bildungswissenschaft
Sensengasse 3a
2. Stock Zi. O2.07
A-1090 Wien

Telefon: +43 1 4277 46716
E-Mail-Adresse: boka.en@univie.ac.at

Sprechstunde: nach Absprache

Pronomen: xier/xies/xiem/xien, andere geschlechtsneutrale
oder einfach den Namen. Gerne per Du.



Über mich

Ich lehre und publiziere seit 2011 in Gender & Sexuality Studies und bin seit 2017 PraeDoc-Assistent*in in Gender Studies. Nach einem BA mit Fokus auf Transkulturelle Kommunikation, Gender Studies und Politiktheorie an der Universität Wien (Österreich) und der Open University (Großbritannien) habe ich 2012 einen MSc in Gender & Sexuality Studies an Birkbeck, University of London (Großbritannien), abgeschlossen. Danach habe ich einen MA in Science & Technology Studies an der Universität Wien begonnen, aber (bisher?) nicht abgeschlossen.

"In der Forschung" – und im Leben – liegt eines meiner Hauptinteressen in Grenzen sowie deren Überschreitungen und Auflösung. Das schließt zum Beispiel Grenzziehungen und -verwischungen zwischen Sexualitäten und Beziehungen sowie zwischen Wissenschaft, Aktivismus und Kunst ein. Diese Grenzziehungen hängen auch mit machtgeladenen Ein- und Ausschlüssen zusammen, einschließlich an Universitäten. Mir ist daher das Unterstützen von emanzipatorischen Räumen in universitären Settings ein Anliegen ewigen Scheiterns und Gegenstand mehr oder weniger friedlicher Aushandlungen mit mir selbst.

Ich habe unter anderem Lehrveranstaltungen und Workshops zu den Themen Intimitäten/Sexualitäten/Beziehungsformen, Un-/Möglichkeiten emanzipatorischer Lehr-/Lernräumen und Verhandlung von Wissenschaft und Aktivismus in LGBTIQ*-Kontexten „geleitet“ sowie in diesen und anderen Bereichen publiziert. Mein Dissertationsprojekt dreht sich um Grenzziehungen innerhalb von sowie zwischen LGBTIQ*-Aktivismus und -Wissenschaft. Mein besonderer Fokus liegt dabei auf enactments von Wissen und Legitimität sowie auf intersektionalen Ein- und Ausschlüssen.

Ich war und bin auch an weiteren Projekten beteiligt, die eben solche Ein- und Ausschlüsse und Grenzziehungen kritisch zu bearbeiten versuchen. Unter habe ich die internationale Konferenzreihe Non-Monogamies and Contemporary Intimacies, die seit 2015 im Zweijahresrhythmus Wissenschafter*innen, Aktivist*innen, Künstler*innen, Therapeut*innen und (andere) Praktiker*innen zusammenbringt, und die AG Inter*Trans_Nonbinary in der Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung mitgegründet.

Aktuelle Publikationen

2020.    En, Boka. Categorisation and Recognition: Musings on Misfitting and Misunderstanding. In: En, Michael (Hrsg.) Truths, Trust and Translation: A festschrift, love letter and thank you to Michèle Cooke, 85–100. Peter Lang.

2020.    En, Boka & En, Michael; mit En-Griffiths, David; Pilz, Felix; Pöll, Mer; Rosenthaler, Max. Beziehung(s)formen im queeren Alltag. In: Schadler, Cornelia & Raab, Michel (Hrsg.) Polyfantastisch? Nichtmonogamie als emanzipatorische Praxis, 45–63. Unrast-Verlag.

2019.    En, Michael & En, Boka. “Coming out” … as a translator? Expertise, identities and knowledge practices in an LGBTIQ* migrant community translation project. Translation Studies, 12(2), 213–230.

Vollständige Publikationsliste (pdf)


Schwerpunkte

  • Grenzziehungen und Überschneidungen zwischen Wissenschaft, Aktivismus und Kunst
  • (insbesondere marginalisierte) Intimitäten, Sexualitäten, Beziehungsformen
  • partizipative/emanzipatorische sowie queere/feministische Forschungs- und Lehr-/Lernansätze
  • Intersektionalität
  • Feministische Wissenschafts- und Technikforschung
  • Feministische/queere Übersetzung