Current Publications

In our virtual exhibit, you can find a selection of our department’s publications on educational research. Detailed information on publications can be found on individual section and research unit home pages.


Repräsentanzen der Shoah

Über ein Café für Überlebende und die Gegenwart der Vergangenheit

Alina Brehm

Im Zentrum der (auto-)ethnografischen Studie von Alina Brehm stehen die Interaktionen, Identitätskonstruktionen und affektiven Atmosphären in einem Café für Shoah-Überlebende. Wie wird dort mit den Nachwirkungen des Leids, das überlebt wurde, umgegangen? Die Autorin beschreibt die Gegenwärtigkeit der Shoah im Leben der Überlebenden und reflektiert zugleich ihre eigene affektive Teilhabe als nichtjüdische deutsche Forscherin an der Atmosphäre des Cafés. Sie berichtet außerdem von ihrem Weg in das Café – die Geschichte einer Auseinandersetzung mit der Shoah als stets unabgeschlossenem und konflikthaftem Prozess – und nimmt die individuellen wie gesellschaftlichen Schuldabwehrdynamiken in den Blick. Wie wirken die kaum symbolisierbaren »Repräsentanzen der Shoah« im Café, im Leben der Überlebenden und in der (Forschungs-)Beziehung zwischen der Autorin und ihnen?

Brehm legt die affektiven Konflikte und Schwierigkeiten der Forschung offen und analysiert die »Szenen« und Gespräche im Feld sowie die damit einhergehenden konfliktuösen und irritierenden Gegenübertragungsgefühle mithilfe der Tiefenhermeneutik. Im Anschluss an diese Analysen und unter Bezugnahme auf (raum-)theoretische Perspektiven begreift sie das Café als einen Ort, der versucht, die Dichotomien von Trauma und Realität, Vergangenheit und Gegenwart, Jüdischsein und nichtjüdischer Umwelt zu überwinden, was nie ganz gelingen kann. Auch das Café kann nichts »heilen«, aber es gibt dem Unsäglichen einen Raum.

www.psychosozial-verlag.de/catalog/product_info.php/products_id/3092


Der Fall des Eisernen Vorhangs 1989 und die Folgen

Europäische pädagogische Perspektiven

Henning Schluß, Hanna Holzapfel, Christian Andersen, Heinz Ganser (Hg.)


So wird herausgearbeitet, wie ehemals originäre systematisch pädagogische Entwicklungen, die in der Zeit der ideologischen Eingemeindung des "Ostblockes" nivelliert wurden, nach 1990 wieder entdeckt werden konnten und so Anschlussmöglichkeiten für neue und zugleich alte Pädagogiken sichtbar werden. Andere Beispiele arbeiten heraus, wie im pädagogischen Diskurs vor dem Umbruch systematische Exklusionsprozesse mithilfe expliziter Kampfrhetorik sichtbar gemacht wurden, während sich in der Analyse der Entwicklungsprozesse des Schulsystems nach 1989 Prozesse der Dekonstruktion, der systemischen Rekonstruktion und einer bis heute andauernden graduellen Differenzierung deutlich werden. Auch gesellschaftspolitische Entwicklungen der Nachwendezeit werden auf ihre pädagogische Bedeutsamkeit hin befragt und Dialektiken von Zugehörigkeit und Unzugehörigkeit diskutiert. Auch biographische Reflexionen haben ihren Platz in einem Band, der ein facettenreiches Bild auf die pädagogischen Implikationen des Falls des Eisernen Vorhangs liefert.

Die (gesamt)europäische Dimension des Falls des Eisernen Vorhangs und dessen Implikationen für pädagogische Dimensionen sind der Gegenstand dieses Bandes.

www.lit-verlag.de/isbn/978-3-643-50993-2


Wie wirkt Wirklichkeit wirklich? Die gesellschaftliche Konstruktion von ‚Hochbegabung‘. Eine soziokonstruktivistische Perspektive auf eine Zuschreibung

Laura Jacqué (2021)

 

Der Begriff Hochbegabung“ hat sowohl in Bildungswissenschaft als auch -praxis Konjunktur. Menschen werden auf unterschiedliche Weisen nach ihrem – vor allem kognitiven Potenzial mit dem Etikett hochbegabt“ gelabelt. Menschliche Vielfalt wird so in vermeintlich ” einheitliche Cluster gefasst, wodurch unter anderem Leistung und Bildungserfolg der Gelabelten optimiert, nicht zuletzt aber auch ihre Mitmenschen entlastet werden sollen. Mit dem Label gehen implizite und explizite Erwartungshaltungen einher, welche unterschiedliche Wirkungen auf die Betroffenen und ihr Umfeld haben.

Wie aber kommt das Label Hochbegabung“ zustande und welchen (Mehr-)Wert kann es für Gelabelte und Gesellschaft haben? Anders gefragt: Inwieweit ist es eine gesellschaftliche Konstruktion und was bedeutet das für Bildungswissenschaft und -praxis?

Es zeigt sich deutlich: Ein differenziertes und (selbst-)kritisches Denken und Handeln in Bezug auf Labels in Bildungskontexten ist kein Luxus, sondern Notwendigkeit.

www.logos-verlag.de/cgi-bin/engbuchmid=


Seyda Subasi-Singh (2021)

This book discusses the overrepresented referral of students from a migrant background to special education by concentrating on the case of students from a Turkish background in Austria. It attempts to open space for bringing first-hand experiences together to address the complexity of the referral process and to develop an understanding that goes beyond oversimplification and linear explanations for the overrepresentation of students from a migrant background in lowpromising schools. 

Inklusion, Behinderung, Gesellschaft
Bildungs-und sozialwissenschaftliche Beiträge
by Ingeborg Hedderich and Gottfried Biewer

2021. 236 pages
ISBN 978-3-7815-2427-9
44,00 EUR
also available as eBook

http://dx.doi.org/10.35468/5866 


Bettina, Dausien/Thoma, Nadja/Alpagu, Faime/Draxl, Anna-Katharina (2020)

Abschlussbericht über ein Projekt, durchgeführt im Rahmen des Förderprogramms Sparkling Science (Sparkling Science Projekt SPA06-229), gefördert vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft

https://phaidra.univie.ac.at/o:1115870


Traumakonzepte in Forschung und Praxis

Langer, P.C., Dymczyk, A., Brehm, A., Ronel, J.

Trauma stellt in zahlreichen Feldern der Psychologie und Medizin ein Schlüsselkonzept dar. Da-bei sind unterschiedliche Verständnisse von Trauma im Spiel, die mitunter unscharf und meistens wenig aufeinander bezogen sind. Um Orientierung in der Diskussion zu geben und zu einer reflektierten Verwendung des Traumabegriffs in Forschung und Praxis beizutragen, werden in diesem Buch zentrale – klinische, psychosoziale, transgenerationale und kollektive – Traumakonzepte vorgestellt und ihre Bedeutung in ausgewählten therapeutischen, institutionellen, forschenden und gesellschaftspolitischen Praxisfeldern anhand von Fallbeispielen aufgezeigt.​

www.springer.com/de/book/9783658316822


Reflexivität und Erkenntnis

Facetten kritisch-reflexiver Wissensproduktion

Alina Brehm, Jakob Kuhlmann (Hg.)

 

Das Verhältnis von Reflexivität und Erkenntnis – verstanden als das Verhältnis der Subjektivität des Forschenden zur Erkenntnisproduktion – steht im Zentrum des Bandes.

Die Autorinnen und Autoren diskutieren aus der Perspektive der Sozialpsychologie, der Soziologie, der Psychoanalyse, der Philosophie, der Pädagogik und der Sozialen Arbeit die Frage nach dem Erkenntnisvermögen einer forschenden Subjektivität, die sich vom Objekt anrühren lässt, um mittels (Selbst-)Reflexion zu Erkenntnis zu gelangen. In den Fokus genommen werden dazu nicht nur theoretische, sondern auch methodische, methodologische und berufspraktische Ebenen.

www.psychosozial-verlag.de/catalog/product_info.php/products_id/2590


Bildungswege

Biographien zwischen Teilhabe und Ausgrenzung

von Bettina Dausien (Hg.), Daniela Rothe (Hg.), Dorothee Schwendowius (Hg.).

In demokratischen Gesellschaften hat das Bildungssystem den Auftrag, soziale Ungleichheit zu kompensieren und gleiche Teilhabechancen zu ermöglichen. Empirische Forschungen belegen jedoch, dass Ungleichheitsstrukturen durch das Bildungssystem reproduziert werden. Dieser Band untersucht das Spannungsfeld zwischen Ausgrenzung und Teilhabe aus biographiewissenschaftlicher Perspektive.

www.campus.de/buecher-campus-verlag/wissenschaft/soziologie/bildungswege-10447.html


SchülerInnen an der  Bildungsübertrittsschwelle  zur Sekundarstufe I

Geppert, Corinna

Verlag Barbara Budrich, 2017

 

Was sind die heutigen Erwartungen an SchülerInnen? Anhand welcher Parameter wird versucht, schulischen Erfolg oder Misserfolg zu erklären? Welche Rolle spielen hierbei die Bildungsübergangsschwellen? Mit diesen Fragen setzt sich die Autorin anhand einer Untersuchung an Neuen Mittelschulen in Österreich auseinander. Ausgehend von aktuellen Debatten der Bildungsübergangsforschung und deren kritischer Betrachtung, bietet die Autorin alternative Zugangsmöglichkeiten zu einer Thematik, die aktuell besondere Aufmerksamkeit erhält.


Innere und äußere Grenzen

Bernd Ahrbeck, Margret Dörr, Rolf Göppel, Heinz Krebs, Michael Wininger (Hg.)

Psychosozial-Verlag, 2016

Die immer wieder erforderliche Auseinandersetzung mit Grenzen spielt im pädagogischen Feld seit jeher eine zentrale Rolle. In der Erziehung bestimmte Grenzen zu setzen und einzufordern, ist ebenso selbstverständlich wie die Tatsache, dass sie im Alltag unterlaufen, verletzt und missachtet werden. Ihre Überschreitung kann einerseits befreiend und entwicklungsfördernd sein, andererseits aber auch mit fatalen Folgen einhergehen. Um den anhaltenden Kampf gegen sinnvoll gegebene äußere Grenzen zu verhindern, müssen Kinder und Jugendliche psychische Strukturen als verlässliche innere Grenzen entwickeln.

Die Autorinnen und Autoren befassen sich interdisziplinär mit dem spannungsreichen Wechselverhältnis von Grenzsetzung und -überschreitung, mit ihrer Begründung, Verhandlung und Durchsetzung. Dabei berücksichtigen sie den jeweiligen historischen, gesellschaftlichen und kulturellen Rahmen, in dem Erziehung und Sozialisation stattfinden, indem sie unter anderem speziell auf Grenzsituationen wie Migration, Freiheitsentzug, Gewalt und Trauma eingehen.





Bildung und Macht - Eine kritische Bestandsaufnahme

Eveline Christof, Erich Ribolits (Hg.)

Erhard Löcker GesmbH, Wien 2015

 

"In den Beiträgen dieses Sammelbandes macht sich eine Reihe prominenter AutorInnen auf die Suche nach -Antworten zu den Fragen nach der Macht, die im Bildungsbegriff selbst zum Ausdruck kommt, sowie nach dem Charakter der Machtverhältnisse, die durch den Bildungsbegriff und das ihm innewohnende Menschenbild (mit)konstituiert werden. Die am Bildungsideal orientierte kritische Pädagogik geht davon aus, dass Menschen durch die animierte Auseinandersetzung mit den »Tatsachen der Welt« befähigt werden können, sich den »Zumutungen der Macht« entgegenzustellen. Die Hoffnung beruht auf der Annahme einer unabhängig von historisch-gesellschaftlichen Bedingungen gegebenen »Universalform Subjekt«, die als Adressat pädagogischer Bemühungen fungieren kann."