INKLUSIVE ÜBERGÄNGE - 25. — 26. NOVEMBER 2016

(Inter)nationale Perspektiven auf Inklusion im Übergang von der Schule in weitere Bildung, Ausbildung oder Beschäftigung

TAGUNGSBESCHREIBUNG
Das Bildungssystem ist von einer Reihe von Übergängen gekennzeichnet, deren erfolgreiche Bewältigung für Individuum und Gesellschaft von zentraler Bedeutung ist. Da mit dem Bildungserfolg des Einzelnen auch die soziale Reproduktion auf dem Spiel steht, ist die Gestaltung dieser Übergänge ein risikoreiches Unterfangen. Als Phasen der Unsicherheit und Verwundbarkeit stellen Bildungsübergänge die an der Gestaltung beteiligten Akteur*innen (Kinder und Jugendliche, Eltern/Erziehungsberechtigte, Lehrer*innen, Bildungs-/Berufsberater*innen, Unterstützer*innen sowie andere Expert*innen, politische Entscheidungsträger*innen) folglich vor große Herausforderungen. Die Inklusion benachteiligter und gefährdeter Bevölkerungsgruppen ist eine dieser Herausforderungen. Angesichts der immer häufiger proklamierten Forderung nach Inklusion und umfassender Teilhabeermöglichung wird ein reflexiver Umgang mit Übergängen, der die spezifischen Bedürfnis- und Problemlagen berücksichtigt und auf sie zu reagieren weiß, zunehmend wichtiger.
Das Institut für Bildungswissenschaft der Universität Wien möchte mit der Fachtagung „Inklusive Übergänge - (Inter)nationale Perspektiven auf Inklusion im Übergang von der Schule in weitere Bildung, Ausbildung oder Beschäftigung“ die Gruppe der jungen Menschen mit Behinderungen, für die sich Bildungsübergänge häufig besonders schwierig gestalten, in den Blick holen. Der Fokus soll dabei auf ein in der europäischen Forschungslandschaft noch zu wenig erforschtes Gebiet gelegt werden, nämlich auf den Übergang von der Pflichtschule in die weitere schulische Bildung, Ausbildung oder Beschäftigung. Im Rahmen der Tagung wird es um theoretische und empirische Zugänge zu inklusiven Bildungsprozessen gehen, wobei insbesondere die Frage geklärt werden soll, welche Faktoren einen inklusiven Übergang in diesem Abschnitt des Lebenslaufes fördern oder behindern. Ziel ist es schulische und außerschulische Unterstützungssysteme sowie nationale und internationale Rahmen- und Gelingensbedingungen „inklusiver Settings“ in die Diskussion zu bringen. Im Sinne eines intersektionalen Verständnisses von Inklusion sollen neben dem Verhältnis zwischen Behinderung und Nichtbehinderung auch weitere Faktoren sozialer Ungleichheit (Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, Migration, sozio-ökonomischer Status, etc.) Berücksichtigung finden und in die Reflexion über den Umgang mit Heterogenität und Ungleichheit in Bildungsübergängen aufgenommen werden.

TAGUNGSPROGRAMM 
Kurzbeschreibungen der einzelnen Beiträge

TAGUNGSTEAM
Assoz. Prof. Mag. Dr. Helga Fasching, MMag. Dr. Corinna Geppert, Univ.-Prof. Dr. Elena Makarova