Gastvortrag Prof. Dr. Sighard Neckel

Mittwoch, 6. Juni 2018, Beginn: 18:30 h, Hörsaal 1, Sensengasse 3a, Institut für Bildungswissenschaft

Öffentlicher Gastvortrag von Univ.-Prof. Dr. Sighard Neckel (Universität Hamburg)
Das gesellschaftliche Leid der Erschöpfung. Eine Zeitdiagnose.


Am 6. Juni 2018 findet am Arbeitsbereich Bildung und Beratung im Lebenslauf ein Gastvortrag von Univ.-Prof. Dr. Sighard Neckel (Universität Hamburg) statt.

Das gesellschaftliche Leid der Erschöpfung. Eine Zeitdiagnose.

Erschöpfungskrankheiten wie Burnout, Stress und Depression dokumentieren das Leiden an einer modernen Lebensführung, die von Konkurrenz, Erfolgsdruck und einer Kultur der Selbstzuständigkeit geprägt ist. Besonders anfällig sind Berufstätige dadurch, dass der hohe Einsatz, der in einer Wettbewerbsgesellschaft von ihnen abverlangt wird, häufig auf den Wunsch trifft, Arbeit als Teil der persönlichen Selbstverwirklichung zu begreifen. Dann kombiniert sich die Überlastung in der Berufswelt und im privaten Alltag mit der Gefahr einer Überforderung durch die eigenen Ansprüche. Der Vortrag von Sighard Neckel schildert die gesellschaftlichen Ursachen und Auswirkungen dieser Entwicklung und wirft die Frage auf, welche Auswege es aus den Erschöpfungskrisen der Gegenwart gibt.

Sighard Neckel ist Professor für Gesellschaftsanalyse und sozialen Wandel im Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Hamburg. Seine Forschungsschwerpunkte sind soziale Ungleichheit, Wirtschaftssoziologie, Kultursoziologie, Emotionsforschung und Gesellschaftstheorie. Zum Thema Burnout hat er zahlreich publiziert, u.a. »Leistung und Erschöpfung. Burnout in der Wettbewerbsgesellschaft« (Suhrkamp 2013, hg. zus. mit Greta Wagner).

Interessierte sind herzlich eingeladen!