Einladung Gender-AG: Pervers normal – Workshop zu Sex und Sexualitäten

Samstag, 9. Juni 2018, 11–17 Uhr (einschließlich 1 Stunde Pause)

Medien- und Methodenlabor (2. Stock) am Institut für Bildungswissenschaft, Sensengasse 3a

Maximale Teilnehmer*innenzahl: 15 – Anmeldung bis 4. Juni per E-Mail an gender.biwi@univie.ac.at

Sexualität ist nicht nur ein abstraktes Analyseobjekt, sondern konkreter Bestandteil von Erfahrungswelten und gesellschaftlichen Ordnungen sowie ein ausschlaggebender Faktor für das Selbstverständnis und Zugehörigkeitsgefühl vieler Menschen. Sie hängt auch eng mit Einschlüssen und Ausschlüssen bestimmter Personen, Praktiken und Gruppen zusammen.

In diesem Workshop greifen wir einige zentrale Aspekte von Sexualität auf und beschäftigen uns damit, wie gesellschaftliche Normvorstellungen und Machtverhältnisse unsere Auffassungen und Handlungen in Bezug auf Sexualitäten beeinflussen – und wie wir wiederum Normen und Machtverhältnisse prägen.

Wir legen besonderen Wert auf Interaktivität, Lebensnähe und die Verknüpfbarkeit mit eigenen Erfahrungen. Konkret werden wir uns unter anderem mit den folgenden Fragen beschäftigen:

  • Was ist eigentlich Sex? Wo fängt er an und wann hört er auf?
  • Welche Dimensionen von Sexualität gibt es (z.B. Heterosexualität, Bisexualität, nicht-monogame Beziehungen, BDSM, Asexualität, …)?
  • Was gilt als „pervers“/„normal“ und warum?
  • Welche Arten von Sexualität sind un-/sichtbar?

Wir freuen uns auf euer Kommen!
Boka En & Mercedes Pöll


Über die Workshopleitenden:

Boka En ist Universitätsassistent*in in Gender Studies an der Universität Wien und arbeitet dort zum Verhältnis von Wissenschaft und Aktivismus in LGBTIQ*-Kontexten. Auf Online-Dating-Plattformen umgibt xier sich mit Schlagwörtern wie „Queerfeminismus“, „Queere Theorien & Praktiken“, „Antirassismus“, „Perversionen“ und „Nichtmonogamien“.

Mercedes Pöll hat sich in Vorbereitung auf den Traumjob Kummerkastentante sowohl wissenschaftlich als auch anderweitig intensiv mit Gender, Sexuality & Queer Studies beschäftigt und unter anderem an den Universitäten Klagenfurt und Salzburg gelehrt. In tragischer Ermangelung passender Jobangebote gibt Mercedes nun Gratis-Ratschläge an turtelnde Tauben im Park.


Über die Gender-AG:

Seit November 2017 engagieren sich Studierende, Universitätsassitent*innen, Lehrende und Professor*innen in der Gender-AG. Ziel ist der Austausch und die Vernetzung mit und unter Interessierten sowie die Sichtbar(er)machung von genderspezifischen Themengebieten am Institut für Bildungswissenschaft.

Website: http://gender-biwi.univie.ac.at/