Urmila Goel (Berlin): Die (Un)Möglichkeiten diskriminierungskritischer Lehre

Termin: Mittwoch, 6. Dezember 2017, 18 Uhr

Ort: Institut für Bildungswissenschaft der Universität Wien, Hörsaal 1 (1. Stock), Sensengasse 3a, 1090 Wien

Gesellschaftliche Machtungleichheiten wie Rassismus, Heteronormativität, Ableismus oder Klassismus spielen auf vielen Ebenen in der Lehre eine Rolle. Sie sind nicht nur Gegenstand der Wissensvermittlung sondern werden auch in den Rahmenbedingungen, Inhalten und Interaktionen reproduziert.

Diskriminierungskritische Lehre will dem entgegenwirken und die Reproduktion von Machtungleichheiten möglichst vermeiden. Dies stellt Lehrende vor große Herausforderungen. Im Vortrag werden die (Un)Möglichkeiten diskriminierungskritischer Lehre diskutiert und dabei insbesondere das Konzept der Fehlerfreundlichkeit vorgestellt. Dieses soll ermöglichen Reproduktionen von Machtungleichheiten zu thematisieren und zu bearbeiten.

Über die Vortragende

Urmila Goel ist Vertretungsprofessorin am Institut für Europäische Ethnologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie ist zudem Mitglied am Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien an der HU.

Ihre Forschungsschwerpunkte sind Migration und Rassismus, Geschlecht und Sexualität sowie Intersektionalität. Zu diesen Themenbereichen ist sie auch als freiberufliche Trainerin in der außeruniversitären Bildungsarbeit tätig.

Publikation:

"Die (Un)Möglichkeiten der Vermeidung von Diskriminierungen", in: AG Lehre (Hrsg.) (2016), Diskriminierungskritische Lehre. Denkanstösse aus den Gender Studies, Berlin: ZtG

Organisation

Die Veranstaltung in der Reihe Gender Talks findet in Kooperation mit dem Referat Genderforschung der Universität Wien statt und wird von Dr.in Sushila Mesquita (RGF) und Mag.a Rosemarie Ortner (biwi) organisiert.