Projekte

 

Schreibaufruf „Lern- und Bildungswege“

Kooperationsprojekt mit der „Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen“ (Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Universität Wien)

Welche Rolle „Lernen“ und „Bildung“ im Leben spielt und in welcher Weise Erfahrungen damit in Lebensgeschichten thematisiert werden, sind zentrale Fragestellungen erziehungswissenschaftlicher Biographieforschung.
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ZwischenWeltenÜberSetzen

Zur Rekonstruktion biographischer Erfahrungen und Kompetenzen geflüchteter Jugendlicher im Zugehörigkeitsraum Schule (Sparkling Science Projekt)

Das Projekt erforscht, welche Erfahrungen geflüchtete Schülerinnen und Schüler im Prozess ihres Ankommens in Österreich und im schulischen Alltag machen. Im Fokus stehen die Erzählungen der Jugendlichen, ihre Kommunikation im mehrsprachigen Kontext und die Übersetzungspraktiken, mit denen sie sich wechselseitig ihre Lebenswelten vermitteln. Schule wird im Projektkontext als Zugehörigkeits- und Bildungsraum begriffen, der Möglichkeiten der Artikulation eröffnen, aber auch verschließen kann. Die Jugendlichen werden als kompetente Subjekte angesprochen, die über vielfältige Erfahrungen mit dem Übersetzen zwischen verschiedenen sozialen Welten verfügen und diese gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen erforschen.
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Praktiken der Reflexion auf eigene pädagogische Praxis und deren Involviertheit in gesellschaftliche Machtverhältnisse – Professionalisierung im Feld Deutsch als Zweitsprache
(laufendes Dissertationsprojekt)

Rosemarie Ortner
Kurzbeschreibung: Die ethnographisch angelegte Studie untersucht Lehr-Lern-Arrangements in Weiterbildungsangeboten für Pädagog_innen im Bereich Deutsch als Zweitsprache. Sie fragt danach, wie das Involviert-sein der Professionellen in Macht- und Herrschaftsverhältnisse in solchen Weiterbildungsangebote reflektiert wird. Dabei interessiert vor allem, welche Dimensionen von Involviert-Sein (etwa in migrationsgesellschaftliche Dominanzverhältnisse und die Bedingungen des Berufsfeldes) für professionelles Selbstverständnis und pädagogisches Handeln relevant werden und wie sie miteinander verschränkt und in pädagogische Praktiken eingeschrieben sind. Ziel ist die theoretische Modellierung kritischer Reflexionspraxis und die Auslotung ihrer Bedeutung für pädagogische Professionalisierung.

 

„Ich werde Ihnen also meine Holocaust Geschichte erzählen“. Eine ethnographische Studie zu biographisierenden Praktiken im Kontext von Zeitzeug_innengesprächen in der Bildungsarbeit (Arbeitstitel)

(laufendes Dissertationsprojekt)
Julia Demmer
Kurzinformation: In meinem Dissertationsprojekt werden Zeitzeug_innengespräche mit Überlebenden des Holocaust in der schulischen und außerschulischen historisch-politischen Bildungsarbeit anhand eines ethnographischen Forschungsdesigns untersucht. Soziale Praktiken und Interaktionen ‚professioneller’ Akteur_innen in diesem Praxisfeld stehen im Zentrum der Studie sowie die Frage nach den pädagogischen Herausforderungen vor denen diese stehen. Der Fokus liegt bei den Selbstpräsentationen der Zeitzeug_innen und den Praktiken von Lehrkräften und Moderator_innen, die diese Gespräche begleiten. Situative Settings und Rahmungen, beobachtbare Interaktionen und artikulierte Wissensbestände beteiligter Akteur_innen sollen vor dem Hintergrund „biographischer Kommunikation“ sowie Konstruktions- und Nutzungspraktiken „biographischen Wissens“ analysiert werden. Damit können einerseits neue Impulse für den Diskurs zum nahenden ‚Ende der Zeitzeug_innenschaft‘ und damit zusammenhängender Herausforderungen in Bezug auf Vermittlungsarbeit erarbeitet werden, als auch die Arbeit mit digitalisierten Audio- und Video-Beständen von Zeitzeug_innen-Narrativen. Andererseits soll das pädagogische ‚Format‘ in Bezug auf Potentiale und Grenzen für ‚neue‘ Zeitzeug_innenschaften in der Vermittlungsarbeit (z.B. zu anderen zeithistorischen Themen) befragt werden.

 

Praktiken der Biographisierung in der Bildungsarbeit mit Erwachsenen
(laufendes Habilitationsprojekt)

Daniela Rothe
Kurzinformation: In diesem Projekt wird untersucht, wie Lernende und Professionelle im Rahmen unterschiedlicher pädagogischer Arrangements auf Biographisches Bezug nehmen, indem sie beispielsweise biographische Erfahrungen thematisieren oder Prozesse biographischer (Selbst-)Reflexion anregen und unterstützen. Von Interesse ist dabei, welche Rolle diese Bezugnahmen in Interaktionsprozessen spielen und wie auf diese Weise biographische Konstruktionen hergestellt und verändert werden.